Mesta: das mittelalterliche Festungsdorf auf Chios

Mesta ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Festungs-Mastix-Dörfer von Chios. Im Südwesten der Insel gelegen und denkmalgeschützt, bilden die dicht gebauten Steinhäuser eine schützende Außenmauer; die labyrinthischen Gassen sollten Angreifer in die Irre führen.

Mesta auf einen Blick

  • Lage: Südwesten von Chios, ca. 35 km von Chios-Stadt; denkmalgeschützt
  • Ursprung: byzantinisch (fünfeckiger Grundriss), unter genuesischer Herrschaft (1346–1566) verstärkt
  • Architektur: Häuser bilden eine Festungsmauer; enge, labyrinthische Gassen
  • Kirchen: Palaios Taxiarchis (kunstvolle Holz-Ikonostase) und Megalos Taxiarchis

Ein Dorf wie eine Festung

Mesta wurde in byzantinischer Zeit in fünfeckiger Form angelegt und im 14. Jahrhundert unter genuesischer Herrschaft weiter ausgebaut und befestigt. Die Steinhäuser stehen so dicht beieinander, dass ihre Außenwände eine durchgehende Schutzmauer bilden – das gesamte Dorf wird so zur Festung. Die engen, verwinkelten Gassen folgen einem fünfeckigen Plan, der Eindringlinge verwirren sollte. Diese Architektur diente dem Schutz vor Piraten, die es auf den wertvollen Mastix abgesehen hatten, und später vor den Osmanen.

Die Taxiarchis-Kirchen

In Mesta gibt es zwei bedeutende Kirchen: den Palaios Taxiarchis mit einer außergewöhnlichen, aus einem einzigen Stück Holz geschnitzten Ikonostase (erbaut 1794) und den Megalos Taxiarchis – eine der größten Kirchen von Chios, die dort steht, wo einst der zentrale Hauptturm des Dorfes stand.

Mesta – mittelalterliches Festungsdorf auf Chios

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